5Mein Lieber, du bist sehr treu in deinen Bemühungen für die Brüder, auch wenn sie aus fremden Gemeinden kommen.
6Die Brüder aus der unseren2 haben vor versammelter Gemeinde von deiner Liebe berichtet. Wenn sie nun erneut zu euch kommen, dann hilf ihnen, dass sie ihre Reise so fortsetzen können, wie es Gottes würdig ist, in dessen Dienst sie stehen.
7Sie haben sich auf den Weg gemacht, um die Botschaft von Christus zu verkünden,3 und nehmen von den Ungläubigen keine Unterstützung an.
8Darum sind wir verpflichtet, solche Menschen zu unterstützen. So helfen wir mit, die Wahrheit zu verbreiten, die von Gott kommt.
9Ich habe der Gemeinde einen Brief geschrieben. Aber Diotrephes, der sich für den Wichtigsten hält, verweigert die Annahme und verhindert, dass er vorgelesen wird.
10Wenn ich komme, werde ich ihm alles vorhalten, was er getan hat. Er lügt und erzählt unglaubliche Dinge über uns. Aber das ist noch nicht alles. Er nimmt die durchreisenden Brüder nicht auf! Und wenn andere sie aufnehmen wollen, verbietet er es ihnen und schließt sie aus der Gemeinde aus.
11Mein Lieber,4 nimm dir nicht das Schlechte zum Vorbild, sondern das Gute! Wer Gutes tut, stammt von Gott. Wer Schlechtes tut, hat ihn nie gesehen.
12Demetrius5 stellen alle ein gutes Zeugnis aus; die Wahrheit selbst empfiehlt ihn. Auch ich kann nur das Beste über ihn sagen, und du weißt, dass meine Empfehlungen immer wahrheitsgemäß sind.
13Ich hätte dir noch viel zu sagen, aber ich will es nicht schriftlich tun.
14Ich hoffe, dich bald zu sehen, und dann werden wir uns persönlich über alles aussprechen.
15Ich wünsche dir Frieden! Die Freunde hier lassen grüßen. Grüße die Freunde dort, jeden persönlich!
1 Wörtlich Als (die) Brüder kamen; siehe Anmerkung zu Vers 6.
2 Wörtlich Sie. Im folgenden Satz ist Wenn sie nun ... kommen verdeutlichender Zusatz, der der wahrscheinlichsten Deutung entspricht. Wandernde Missionare aus der Gemeinde des »Ältesten« waren von Gaius gastlich aufgenommen worden und sollen das auch künftig werden.
3 um die Botschaft ...: wörtlich um des Namens willen.
4 Gaius, der wohl zur selben Gemeinde gehörte wie Diotrephes, hatte sich anscheinend dem Verbot widersetzt (Verse 5-6). Dann wäre anzunehmen, dass auch er ausgeschlossen worden war.
5 Über ihn ist nichts Genaueres bekannt. Es handelt sich wohl um einen der Missionare, die der Fürsorge von Gaius anempfohlen werden. Vermutlich ist er der Überbringer dieses Briefes.